Alterssichtigkeit
Mit zunehmendem Alter verliert der Körper viele seiner Fähigkeiten. In einem normalen Alterungsprozess gehen diese Veränderungen schleichend von statten, so dass sie von den Menschen anfangs meist gar nicht bemert werden. Ironischerweise beginnt der körperliche Abbau regulär bereits mit 20 bis 25 Jahren, also einem Alter, in dem die meisten Menschen an Alterungsprozesse noch gar nicht denken.
Auch die Augen und die Sehfähigkeit bilden hier keine Ausnahme. Mir voranschreitendem Alter nimmt die Alterssichtigkeit stetig zu. Sie wird als Presbyopie bezeichnet, der Begriff stammt aus dem Griechischen und ist ein Doppelwort aus Auge und Alter, bezeichnet also das Altern des Auges selbst.
Die Alterssichtigkeit besteht darin, dass zunehmend Objekte im Nahbereich nicht mehr scharf gesehen werden können. Die Anfänge bleiben vom Menschen unerkannt, da das Gehirn sehr viel ausgleichen kann. Irgendwann beginnt man jedoch, beispielsweise beim Lesen, die Arme mit dem Buch weiter von sich zu strecken, um den Nahbereich auszuweiten. Dieser Alterungsprozess ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung.
Mit einer geeigneten Sehhilfe wie einer Brille oder Kontaklinsen kann der Sehverlust optisch korrigiert werden. Zwar kann die ursprüngliche Sehfähigkeit nicht wieder hergestellt werden, die optische Korrektur gleicht das Defizit jedoch aus. Wer also bemerkt, dass seine Sehfähigkeit nachlässt oder sich verändert, der sollte seinen Augenarzt aufsuchen und sich beraten lassen. Dies ist auch deshalb wichtig, damit mögliche andere Ursachen für den Sehverlust definitiv ausgeschlossen werden können.
Die Akkomodation, die Nahanpassungsfähigkeit des Auges, wird mit zunehmendem Alter immer weiter fortschreiten. Der Wissenschaft liegen genaue Messwerte über die durchschnittliche Entwicklung der Bevölkerung vor, die auch jedem Augenarzt zugänglich sind. Er kann bei seinen Patienten so genau definieren, ob sich die Verschlechterung des Sehvermögens in einem durchschnittlich normalen Rahmen bewegt. Eine regelmäßige Kontrolle der Augen kann hier von Vorteil sein, um ernsthafte Sehprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.